Neuzeit

SO | 12.11.2017 | 20:00 Uhr

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Die Carmina Burana zu dritt. Geht das überhaupt?

Echopreisträger Martell Beigang hat das Unmögliche möglich gemacht und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt. Zusammen mit Organist Andreas Hirschmann und Kontrabassist Thomas Falke hat er eine mitreißende Crossover-Version von Carl Orffs opulentem Meisterwerk geschaffen. Nach der Livepremiere 2005 und zahlreichen Konzerten im In- und Ausland enstand im Studio endlich der lang erwartete Tonträger. Dies geschieht sensationellerweise mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Schott Verlages, der es Neuzeit als weltweit erste Band gestattet, das Werk nach eigenen Vorstellungen zu bearbeiten.

Herausgekommen ist eine geheimnisvoll groovende Musik im Kraftfeld rhythmischer Dichte und überraschender Schönheit. Mittelalterliche Strenge trifft auf Emotionalität und Hingabe. Und Orffs Hang zur Urkraft der Wiederholung mündet bei Neuzeit im Exzess.

Andreas Hirschmann, dessen künstlerisches Spektrum von Theatermusik am Düsseldorfer Schauspielhaus bis zu Art-Rock mit der Kultband Hölderlin reicht und Martell Beigang, einem größeren Publikum bekannt durch seine mit Doppelplatin ausgezeichnete Arbeit mit Dick Brave & the Backbeats, kennen sich aus dem 1999 gegründeten Orgeljazz Trio „Swinger Club“, das durch vier Tonträger mit originellen Bearbeitungen von Pophits und über 250 Konzerten die Jazzcover Welle mit losgetreten hat. Irgendwann strebten sie auf Initiative ihres damaligen Bassisten Jan von Polheim nach inhaltlicher Weiterentwicklung und entdeckten die Musik Carl Orffs für sich. Nach ersten erfolgreichen Konzerten (eines davon fand im Kloster Benediktbeuern statt, dort, wo die in der Carmina Burana vertonten Schriften gefunden wurden ) wurde der Wunsch geboren einen Tonträger zu veröffentlichen.

Zunächst jedoch mußte die rechtliche Grundlage geschaffen werden, um das Projekt zu verwirklichen. In einem furiosen Konzert im Funkhaus des SWR in Mainz konnten letzte Bedenken seitens des Verlages ausgeräumt werden. Die Aufnahme rückte in greifbare Nähe. Doch da erkrankte Bandkollege von Polheim. Das Projekt schien vor dem Aus zu stehen. Nun, mit Thomas Falke am Bass (Mitglied des Kölner Kammerorchesters und gefragter Jazzmusiker) kam es endlich zur Studioaufnahme und das Ergebnis übertrifft die Erwartung aller.

Durch die frische Interpretation von Carl Orffs Komposition wird seine Musik auch demjenigen Hörer zugänglich, der gewöhnlich wenig Berührung mit klassischer Musik hat. Freunde des Originals sind davon genauso begeistert wie Fans zeitgemäßer Grooves und jazziger Sounds.

Pressestimmen

„Ein genialer Pop-Jazz-Klassik-Cross-Over“
FAZ

„… mal swingend, mal groovig, mal drum’n’bassig, mal fast technoesk – immer ernsthaft, aber sicher nicht ohne Humor. Diese überaus gelungene, immer reizvolle Neubearbeitung, die den Klangkosmos sowohl von Orffs Werk als auch den eines Orgeltrios sehr gekonnt auslotet, ist ausdrücklich zu empfehlen.“
Drums & Percussion

„Das Trio klingt wie ein ganzes Symphonieorchester“
La Voix Luxemburg

Andreas Hirschmann Orgeln, Stylophone, Stimme
Martell Beigang Schlagzeug, Percussion, Stimme
Thomas Falke Kontrabass, Stimme

www.neuzeit-musik.com

 

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